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    <title>Mock Turtle (Sit down, both of you, and don&apos;t speak a word till I&apos;ve finished)</title>
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    <description>Sit down, both of you, and don&apos;t speak a word till I&apos;ve finished</description>
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    <title>Mock Turtle</title>
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  <item rdf:about="http://katiza.twoday.net/stories/6053304/">
    <title>In der Schmiede</title>
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    <description>Oh Jammer, oh Jammer,&lt;br /&gt;
sprach der Amboß zum Hammer&lt;br /&gt;
warum schlägst du mich so hart&lt;br /&gt;
bin ich doch von deiner Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stand auf einem Haus in Alpbach, gleich hinter der Kurve, wo der Weg gerade nach Inneralpbach weiter führt. Ich habe diesen Spruch oft mit meinem Vater aufgesagt. Vielleicht hat auch er mich zuerst auf diese Gedicht aufmerksam gemacht. Jetzt steht er nicht mehr dort und doch lese ich ihn noch immer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit gestern bin ich in der Hammerschmiede bei der zarten, kleinen Meisterin der stahlharten Liebe,im Feuer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tür an Tür mit der alten Schmiede, die mit Wasserkraft bestrieben wurde, schmiede ich mein Eisen in Tränenbächen und heißer Glut. Und vor der Tür die Pfaue wie zu Ermahnung. Nur nicht eitel werden, wie sie, deren Schreie an verzweifelte Kinderseelen erinnern. Es  tut weh und hilft und schafft  Klarheit, die weh tut und hilft.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin das Eisen, &lt;br /&gt;
ich bin der Amboß, &lt;br /&gt;
ich bin der Hammer. &lt;br /&gt;
Ich bin in die Schmiedin, &lt;br /&gt;
ich bin die Schmiede.&lt;br /&gt;
Ich bin der Jammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hammerschmiede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;P1040965&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/katiza/images/P1040965.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edit: Und jetzt sag ich: Gut`Nacht. Das Eisen muss wieder ins Feuer. &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=MuVv-06Ccas&quot;&gt;Die Pfäuin geht schlafen.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/MuVv-06Ccas&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/MuVv-06Ccas&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;</description>
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    <dc:subject>Lebens-Wert</dc:subject>
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    <dc:date>2009-11-20T21:35:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://katiza.twoday.net/stories/6046159/">
    <title>Geiselhaft</title>
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    <description>Keine Ahnung wo dieser Schmerz herkommt, der mich jäh in Geiselhaft genommen hat. Groß ist er und stark und lässt mich nicht mehr allein. Hier Zuhause fällt er mich an, lauert in den Räumen, schlägt mir in den Nacken, nimmt mir die Luft zum Ausatmen. Aber auch draußen weicht er nicht von meiner Seite. Manchmal schreit er Papa. Manchmal schreit er nur. Meistens ist er stumm, verströmt sich in Tränen. Er fesselt mich. Er verbindet mir die Augen. Er vergräbt mich in einer Kiste. Er ist bei mir. Ich verstehe ihn. So vertraut&lt;br /&gt;
Stockholm-Syndrom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;320&quot; alt=&quot;img112&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/katiza/images/img112.jpg&quot; /&gt;</description>
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    <dc:subject>Lebens-Wert</dc:subject>
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    <dc:date>2009-11-16T16:43:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://katiza.twoday.net/stories/6040104/">
    <title>Ohne Worte</title>
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    <description>&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=InmcfvF77io&quot;&gt;Ich kann nicht klagen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;320&quot; alt=&quot;img246&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/katiza/images/img246.jpg&quot; /&gt;</description>
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    <dc:subject>Bilanz</dc:subject>
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    <dc:date>2009-11-12T17:04:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://katiza.twoday.net/stories/6025199/">
    <title>Wiener Begegnung</title>
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    <description>Er hatte mich ins Auge gefasst und ging zielstrebig auf mich zu. Ich hatte ihn schon während der Diskussion bemerkt gehabt  was nicht weiter verwunderlich ist, da nicht viel mehr als 50 Leute gekommen waren, viele bekannte Gesichter, vertraute Augenpaare, sich daran festzuhalten. Die beiden älteren Herren, die ich zum ersten Mal bei einer unserer Veranstaltungen bemerkt hatte, saßen in der dritten Reihe. Einer von beiden meldete sich auch zu Wort, der andere kam jetzt nach Ende der Diskussion auf mich zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trug ein schwarzes Hemd und eine schwarze Hose, Hosenträger und eine Brille, deren rechte Scheibe  mit Leukoplast verklebt war. Er war noch ein paar Meter von mir entfernt als ich ihn schon roch, diesen unangenehm süß-säuerlichen Altmännergeruch. Da begann er auch schon zu sprechen mit erhobenem Finger  näher kommend: Noch einmal zu den Ausländern, so einfach ist das nicht, nahm er auf die Wortmeldungen zur zunehmenden Entsolidarisierung Bezug. Jetzt stand er direkt vor mir, viel zu nahe, zwischen uns sein mächtiger schwarzer Bauch und dieser Geruch, der mich ein wenig zurückweichen ließ. Genossin, sagte er jetzt und ergänzte: Nehm ich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich lächelte. Ich bin keine Genossin, ich bin eine philosophische Linke, aber Genossin keine. Obwohl das viele annehmen auf Grund meiner Arbeit. Vielleicht hat mich auch deshalb nie jemand versucht anzuwerben. Und so lächelte ich und schwieg. Auch aus Feigheit  muss ja niemand so genau wissen, dass ich keine Genossin bin, dort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist einfach schwierig mit den Ausländern  vor allem in den Arbeiterbezirken, rechtfertigte er die Parteilinie. Ich stand zwischen zwei klugen jungen Frauen von ATTAC. Blickwechsel aus dem Augenwinkel, während der Mann von der Sauna in Favoriten erzählte und den Sorgen der ehemaligen SPÖ-Wähler dort, die längst nach rechts abgedriftet sind. Wegen der Ausländer im Gemeindebau und so. Manche Sätze klangen schon sehr nach Herr Karl. Freundlich bleiben, mahnte ich mich. Zuhören, immer zuhören. Ein alter Mensch, im Alter meiner Eltern, der hat doch auch etwas zu sagen. Er war gebildet, gepflegte Sprache. Wenn ich in seinem Redefluss zu Wort kam, versuchte ich Einwände unterzubringen: Keine Parteilinie, kaum jemand bezieht Position, schon ein bissl feig, schwammig &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grünen wären ja auch naiv, erklärte er und wandte sich an die ATTAC-Ökonomin: Sie sind ja sicher eine Grüne.. Sie verneinte amüsiert. Der alte Mann mit seinen Schubladen. Manchmal nahm er die Brille ab und putzte die nicht abgeklebte Scheibe. Wohl auf dem rechten Auge blind. Dann kam er mir noch näher und ich versuchte während ich zurück wich, zwischen den Falten seine Augen zu erkennen. Wortlos kommunizierten wir, drei freundliche, kluge Frauen, die gerne gehen wollten. Es war schon halb zehn und fast alle anderen waren schon weg, auch die befreundete Politikerin mit der ich noch auf ein Glas gegangen wollte. Aber zwischen uns und dem Ausgang standen dieser Mann und seine Parteinahme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und doch zu höflich ihn zu unterbrechen. Und gebauchpinselt, weil er die Moderatorin, mich, gelobt hat. Nach weiteren Veranstaltungen dieser Art erkundigte er sich und bat um schriftliche Verständigung, noch bevor ich antworten konnte, schrieb er seine Adresse mit schöner geschwungener Schrift auf einen Zettel. Wissen Sie, sagte er während er den Zettel faltete und mir übergab: Ich war einer der wenigen ehemaligen KZ-Häftlinge, der zur SPÖ gegangen ist und nicht zu den Kommunisten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;320&quot; alt=&quot;img237&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/katiza/images/img237.jpg&quot; /&gt;</description>
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    <dc:date>2009-11-03T16:26:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://katiza.twoday.net/stories/6023138/">
    <title>Göttlich</title>
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    <description>Wiederentdeckt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;320&quot; alt=&quot;img241&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/katiza/images/img241.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;320&quot; alt=&quot;img242&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/katiza/images/img242.jpg&quot; /&gt;</description>
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    <dc:subject>Fundstücke</dc:subject>
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    <dc:date>2009-11-02T13:32:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://katiza.twoday.net/stories/6007666/">
    <title>Geliebte Stimme</title>
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    <description>Nicht nur an der Liebe lässt mich Erstgeborene teilhaben  auch an seiner Beute. &lt;br /&gt;
Kostbar und voller Überraschungen das eine wie das andere.&lt;br /&gt;
Bei beidem bin ich stets ganz Ohr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am letzten Freitag war es eine Schallplatte. Jean Cocteau. Geliebte Stimme. Hildegard Knef.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Eine Frau, ein Telefon - 1960. &lt;br /&gt;
Fast 50 Jahre später wirkt der Dialog wie eben belauscht. Auf einer Parkbank, Irgendwo telefoniert eine Frau mit ihrem Handy. Wenn da der Schluss nicht wäre, wo sie sich mit dem Telefonkabel erdrosselt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz Ohr und Film im Kopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt das gesprochene Wort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;320&quot; alt=&quot;Hilde4&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/katiza/images/Hilde4.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>katiza</dc:creator>
    <dc:subject>Freitagsfrüchte</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 katiza</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-23T16:32:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://katiza.twoday.net/stories/6006144/">
    <title>Windungen</title>
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    <description>Vielleicht ist es einfach der Herbst, der die Vergangenheit wie Blätter von den Bäumen weht. Manchmal zaust sie mich gar wie der kalte, alles durchdringende Wind dieser Stadt, dass es weh tut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paddabompaddabompaddabom tönt es am Samstag durch unsere Gasse, als ich das Haus verlasse. Ich versuche das Geräusch noch einzuordnen, da sehe ich den Buben schon, der einen Ball gegen die Wand schlägt. Aufpäppeln lässt, schlägt. Aufpäppeln lässt schlägt  das habe ich auch oft gemacht. Auch imHerbst. Die Luft riecht nach Laub, irgendwie. Paddabompaddabompaddabom. Ein kleines Mädchen, dick vermummt, sieht zu mir her. Paddabompaddabompaddabom. Kinder, die auf der Gasse Ball spielen, sind selten geworden, so nah am Herzen einer Großstadt überhaupt.. Auch das ist Wien, denke ich mir. Als ich um die Ecke biege, erfasst mich der kalte Wind. Auch das ist Wien, denke ich mir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ich diesen Wind hasste, als ich neu in der Stadt war. Eigentlich nur den Wind. Allles andere fand ich wunderbar. Mein Wohnzimmer lag schräg gegenüber von meiner Parterre-Wohnung im Souterrain. Es hatte einen mehr oder minder originellen Namen und durch die Fenster konnte man im Vorbeigehen ausmachen, welches von den zahlreichen mehr oder minder possierlichen Haustiere sich an der Tränke labte. Dorte labte ich mich, dort liebte ich, dort lebte ich. Semesterlang und irgendwann dann wechselte ich von vor der Bar hinter die Bar. Die Haustiere blieben die gleichen, die Geschichten auch. Geliebte, Gefürchtete. Manchmal fegte das Schicksal durchs Lokal. Der Weg zwischen Erdgeschoss und Souterrain war kurz, nie war ich lange dem kalten Wind ausgesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg zur Uni war weiter. Und was war schon eine Universität früh morgens gegen ein Universum in der Nacht.&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=tE8KBWgUZxw&quot;&gt;&quot;If you close the door the night will last forever.&quot; &lt;/a&gt; Es war mein Universum, ich war dort Königin. Nein nicht Königin, sondern Kronprinzessin. Königin war sie, die Wirtin, meine Freundin. Unsere Freundschaft erfüllte mich mit sanftem Stolz. Ich war nicht so gut mit Frauenfreundschaften, sie auch nicht. Sie achtete ein bisschen auf mich, kuppelte da und dort und mahnte dann und wann. Meist bei einem Spritzer, Rose Mineral und spät nachts einem Williams oder Fernet. Zwei Mal im Jahr machte sie alkoholfreies Monat. Zwei, drei Mal machte ich mit. Zu gefährlich der Job. Zu abschreckend die Beispiele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie jener Gast und Freund, der eines Nachts begann, verzweifelt Spinnen und Käfer von seinem Körper zu verscheuchen  mehr und mehr wurden es, wir sahen sie nur in seinen Augen. Am nächsten Morgen Baumgartner Höhe und dann Entzug. Er verbrachte zig Nachmittage, in denen der kalte Wind durch die Straßen pfiff bei heißem Kaffee in meiner Küche, damit er trocken bleibt. Abends übernahm die Wirtin, übernahm das Lokal. Er wird wohl rückfällig werden, propehzeite sie, ich nickte. Früher war sie Sozialarbeiterin. Damals immer noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bewunderte sie, die nur wenige Jahre älter ist als ich. Sie ist Vorarlbergerin, fuhr eine Yamaha Midnight Star, hatte lange blonde Haare, spielte Squash und sogar ein wenig Gitarre. Sie war die&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=s30-oMSNbiA&quot;&gt; Unknown Legend.&lt;/a&gt; Sie war die Königin. Und sie war eine Freundin wie aus dem Mädchenbuch. Nichts konnte unsere Freundschaft stören. ich war die Einzige imLokal, der sie von ihrer Hochzeit erzählte. Niemandem durfte ich den wirklichen Anlass für das Sommerfest beim Heurigen verraten. Und ich hielt dicht. Sie konnte sich auf mich verlassen. Auch als die Ehe scheiterte. Ich konnte mich auf sie verlassen. Auch als sie dem Typen mit dem Wuschelkopf, der sie nach ein Uhr morgen nach mir fragte, entgegen jeglichen Hausbrauchs einen Toast servierte. Und ein Telefon. Schließlich hatte ich mit einem anderen das Lokal verlassen. Der Typ war der Liebste. Es war Frühling. Es wehte ein laues Lüftchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwann zu der Zeit hörte ich auf zu kellnern, ich hatte einen echten Job gefunden. Ich blieb noch eine Zeit Stammgast.Wir blieben Stammgäste, der Liebste und ich. Und ich vernachlässigte meine Freundin. Die Liebe, der Job jenseits der Grenze, neue Freunde. Und doch: Jahre trieben wir uns in derselben Herde herum. Allein-  zu zweit kaum mehr. Manches nervte mich an ihr, manches sie wohl an mir. Kleinigkeiten kein Bruch, eher ein Auseinanderdriften durchs Grätzel. Sie hatte kein Glück mit der Liebe. Einen geliebten Teilzeithund hatte sie ihr der Katzenfreundin eingetragen und eine Quasi-Schwiegermutter als Seelenfreundin. Mit dem Lokal hatte sie auch kein Glück. Mit dem Alkohol, dem Leben. Das Mädchen aus den Bergen fror immer mehr, verlor sich in der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine, unsere, Putzfrau  und wunderbares Wesen  hat mir all das über die Jahre erzählt. Morgens stehend, in der Küche. Einmal habe ich Frau Wirtin angerufen, sind wir zusammen spazieren gegangen. Das machen wir bald wieder. Später habe ich sie dann wieder angerufen, weil sie auf Entzug war. Nein, komm mich nicht besuchen. Nachher treffen wir uns. Ich habe nicht mehr angerufen, sie hatte wohl weder die Kraft, noch das Geld. Ich habe mich für mich geschämt morgens in der Küche, wenn ich hörte, wie sie litt, leiden musste. Ich habe oft an sie gedacht. An damals..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stammgästin aus jenen Tagen feiert in diesen Tagen einen runden Geburtstag, ein fröhliches Vollweib mit Mädchen-Allüren. Der hagere Genießer an ihrer Seite richtete ein prächtiges Fest aus und ich bin geladen. Der Liebste ist verhindert. Meine, unsere Putzfrau weiß viel von der herrschenden Aufregung zu berichten, denn auch dort ist sie guter Geist und Vertraute. Frau Wirtin wird auch da sein. Ich freu mich auf sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich die Brille abnehme, sieht sie fast aus wie damals. Ich bin kurzsichtig und wir sitzen uns schräg gegenüber. Kurz fällt mir eine Geschichte von Ingeborg Bachmann ein über eine Frau, die Angst hat die Brille aufzusetzen, weil sie die Welt in ihrer Klarheit nicht sehen will. Die Geschichte habe ich damals gelesen , in diesen Jahren. Wir hatten darüber gesprochen. Ich fühle mich nervös, hektisch. Aber kennt sie mich anders aus jenen Jahren? Kennt sie mich? Kenne ich sie? Ihre Augen sind so traurig. Sie wirkt verloren auf diesem fröhlichen Fest. Ich fühle mich verloren. Wie unter einer Glocke der Jahre. Die blonden langen Haare glänzen wieder. Und sie hat auch wieder abgenommen. Wenn da nicht diese Traurigkeit wäre, die ebenso deutlich zu spüren ist wie die Angst. Ich denke an die starke Frau auf dem Motorrad, an den gemeinsamen Urlaub in Sardinien, daran wie sie Betrunkene vor die Tür gesetzt hat, an ihr Lachen, unsere Nächte. Ihren Schmerz. An alles was sie für mich getan hat. Und kann nichts tun. Und trinke. Der Gastgeber hatte ihr Johannesbeersaft ins Glas gegeben, damit niemand blöde Fragen stelle, erklärt sie mir gleich zu Beginn unseres Gesprächs. Vielleicht hat sie befürchtet, dass ich frage. Oder nicht frage. Da sitzen wir mit den vergangenene Gefühlen, unfähig die Zeit dazwischen aufzufüllen, sehr Persönliches vermischt mit Oberflächlichkeiten.  Und kann, und will nichts tun.Ich hole mir noch ein Glas Sturm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht ihr gut, beteuere ich mir im Rhythmus meiner Schritte als ich von diesem Fest zum nächsten eile. Der kalte Wind. Hätte ich nicht trinken sollen neben ihr? Um Mitternacht habe ich vom Geburtstag zum Todestag gewechselt. Ein Fest gewidmet &lt;a href=&quot;http://katiza.twoday.net/stories/3911877/&quot;&gt;Einem&lt;/a&gt;, der vor zehn Jahren in die falsche Richtung gefahren ist. Auch Vergangenheit, auch ein Grund zu trinken. Der Erstgeborene hat aufgelgt und ich habe getanzt und endlich gelacht und getrunken. Es war hell als ich vor seiner Türe stand. Vielleicht war es auch windstill.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;320&quot; alt=&quot;TheplaceIwanttobe&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/katiza/images/TheplaceIwanttobe.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
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    <dc:creator>katiza</dc:creator>
    <dc:subject>Aus dem Schatzkästchen der Mock Turtle</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 katiza</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-22T16:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://katiza.twoday.net/stories/5990633/">
    <title>Oktoberfest</title>
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    <description>Es wird Herbst auch in der Wochenendwohngemeinschaft. Da gilt es Ernten einzubringen und Vorräte anzulegen, das Pool wegzupacken und Fallobst einzusammeln. Die Kinder knotzen faul vor dem Fernseher, während die Sonne noch einmal grelle Farben in den verwunschenen Garten patzt. Sogar die Hunde lungern lieber unterm Tisch herum als Blättern hinterherzujagen. Wer könnte es ihnen verdenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hausherrin ist krank  die Bandscheiben. Zuviel lädt sie sich in den Rucksack. Der sonst so gerade Rücken biegt sich. Mit harter schwerer Arbeit kämpft sie für ihr Glück. Denn an das Glück glaubt sie. Und an das Kämpfen. Doch das Leben macht sie  müde derzeit. Wie ihr Garten mutet sie mir an. Da wie dort wäre ein wenig liebevolle Pflege angebracht, aber wer soll es machen, wenn nicht sie selbst. Der Garten ist erschöpft, sie auch. Und doch dann immer wieder dieses Strahlen, das Leuchten, in ihren Augen, im wilden Wein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hausherr kocht Kürbissuppe und ich Schweinsbraten mit Fenchelgemüse  und Sturm, viel Sturm trinken wir dazu. &lt;br /&gt;
Es ist eben Herbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und draußen in den Bäumen hängt noch Sehnsucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;320&quot; alt=&quot;Pottenstein&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/katiza/images/Pottenstein.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>katiza</dc:creator>
    <dc:subject>Lebens-Wert</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 katiza</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-13T13:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://katiza.twoday.net/stories/5977157/">
    <title>Contact high</title>
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    <description>Der Erstgeborene liebt. Und er lässt mich teilhaben an dieser Liebe, weil es ja die Liebe nicht schmälert, wenn man sie ausbreitet wie ein schönes kostbares Tuch. Und so wärme ich mich an diesem Gefühl, das aus ihm leuchtet und betrachte glücklich die Bilder, die mit seinen Worten wachsen. Die Alm und die Sonne und ein Mensch auf einer Waldlichtung und Gitarrenmusik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit gekreuzten Beinen sitze ich auf meinem Platz in seinem Leben, meinem anderen Zuhause auf dem gelben Sofa und fühle und staune, wie wunderbar dieses Gefühl auch aus zweiter Hand ist, wieviel vom Tisch für andere abfällt und wie mich die Liebe aufnimmt und trägt und bewegt hier am Rande des Flusses.Ich schmarotze ein Stück vom Glück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;320&quot; alt=&quot;Eatlove&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/katiza/images/Eatlove.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=XHLXfmpTQjo&quot;&gt;Contact High, eben!&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>katiza</dc:creator>
    <dc:subject>Freitagsfrüchte</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 katiza</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-06T06:30:00Z</dc:date>
  </item>
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    <title>Übrigens:</title>
    <link>http://katiza.twoday.net/stories/5964454/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=y58DIZcDyZA&quot;&gt;Es rettet uns kein höh&apos;res Wesen,&lt;br /&gt;
kein Gott, kein Kaiser noch Tribun&lt;br /&gt;
Uns aus dem Elend zu erlösen&lt;br /&gt;
können wir nur selber tun!&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;320&quot; alt=&quot;Wherearewegoing&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/katiza/images/Wherearewegoing.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>katiza</dc:creator>
    <dc:subject>In Reaktion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 katiza</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-28T10:05:00Z</dc:date>
  </item>
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    <title>Eros und Thanatos</title>
    <link>http://katiza.twoday.net/stories/5957673/</link>
    <description>Mit jedem Toten wächst der Lebenshunger &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;320&quot; height=&quot;265&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/U4HEVtKvi0M&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/U4HEVtKvi0M&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;265&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;320&quot; alt=&quot;hand&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/katiza/images/hand.jpg&quot; /&gt;</description>
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    <dc:subject>Lebens-Wert</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 katiza</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-24T07:01:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://katiza.twoday.net/stories/5953980/">
    <title>Gate, gate, paragate, parasamgate, bodhi svaha!</title>
    <link>http://katiza.twoday.net/stories/5953980/</link>
    <description>Du kommst mit deinem Universum zur Welt. Und wenn du stirbst, dann stirbt das Universum mit dir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Kodo Sawaki/Zen ist die größte Lüge aller Zeiten&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;320&quot; alt=&quot;img191&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/katiza/images/img191.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>katiza</dc:creator>
    <dc:subject>Lebens-Wert</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 katiza</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-20T22:00:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://katiza.twoday.net/stories/5946263/">
    <title>In Memorian the Sepp</title>
    <link>http://katiza.twoday.net/stories/5946263/</link>
    <description>Wir waren die letzten Gäste gestern abend im Kokoro - wie immer, wenn wir dort waren. &lt;br /&gt;
The Sepp setzte sich nach getaner Arbeit zu uns - wie immer wenn wir dort waren. &lt;br /&gt;
Seine Frau Sook machte irgendwo im Hintergrund die Abrechnung - wie immer wenn wir dort waren. &lt;br /&gt;
Das Essen war fantastisch - wie immer, wenn wir dort waren. Irgendwie lag noch ein wenig Sommer in der Luft und doch auch schon Herbst in den Gesprächen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute morgen ein Anruf: The Sepp  Joseph Hausberger  ist nicht mehr. Nie wieder wird es wie immer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Mal war ich mit meinem Papa in Hausbergers Global Bistro &quot;Kokoro&quot; im November 2005. Irgendwo hatte ich gelesen, dass ein Alpbacher mit internationaler Erfahrung ein Restaurant  in Wien aufgemacht hat. Beides zog Vater und Tochter magisch an. Es war ein Erlebnis der besonderen Art. Das Kokoro - japanisch für Herz  liegt in einem hässlichen Gebäudekomplex in der Innenstadt, angesiedelt wohl in einer ehemaligen Pizzeria, wie ein obskures Venediggemälde vermuten ließ, die Möblage mehr Bistro als global. Der Koch, ein kantiger Bär mit ebenso kantiger Sprache und Spruch  - the Sepp, geboren in Alpbach, gelernt in der Welt  hatte schon für die internationale Prominenz gekocht  Anna Freud, John Lennon, Yoko Ono, Sirikit von Thailand, Stars, Könige und Diktatoren etc. pp..Zuletzt im Hilton in Korea. Dort hatte er auch seine  Frau, die Koreanerin Sook kennen gelernt. Heimgekehrt war er wegen der beiden Kinder und so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem blauen Stirnband werkte er in einer winzigen offenen Küche unter einer gigantischen kupfernen Dunstabzugshaube mit der Aufschrift &quot;Ora et labora - A History of tremendous  Pride in Workmanship and Quality&quot;. Sook, betreute uns liebevoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sepp kochte war das Zen  er konzentrierte sich voll Achtsamkeit auf jeden Handgriff. Eine Speisekarte war überflüssig  es gab weder Lager noch Tiefkühltruhe, nur das, was der Chef morgens am Markt erstanden hatte. Wer sich damit abfinden konnte, wurde mit wundervollen kulinarischen Erfahrungen belohnt. Wer nicht, kam einfach nicht wieder. Alle, die ich kannte, kamen immer wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein klassischer Dialog: &lt;br /&gt;
Gast: Ich mag keinen Lachs. &lt;br /&gt;
Sepp: Falsch, du hasch no kann Lachs gessen, der da gschmeckt hat.&lt;br /&gt;
Und er hatte recht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spezialität des Hauses war die Piratensuppe  eine Symphonie aus Fischen, Meeresfrüchten und Lotus. Wir blieben Stammgäste und feierten Geburts-, Hochzeits- und Alltage dort. Und als sich irgendwann eine ganz spezielle Tafelrunde  das Sechseck   zusammenfand, wurde und blieb das Kokoro eine Art Heimat für diese Tischgesellschaft. Auch wenn wir nur einmal als komplettes Hexagon dort feierten  den Geburtstag jener Freundin, die durch eine Kette von Zufällen den letzten Abend im Kokoro mit uns verbrachte. Wann immer wir uns zu zweit, dritt oder viert dort trafen, waren die anderen, fehlenden mit am Tisch Und the Sepp auf ein Glas oder mehr. Und Sooks Lächeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe es stets geliebt, Menschen, die mir am Herzen lagen, ins Kokoro zu entführen und zu beobachten, wie sich ihr Verwunderung langsam in satte Glückseligkeit verwandelte. Alpbach und die Welt und Heimat. Und the Sepp. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Freund, der Moser, war Sepps Cousin. Irgendwann ist auch er endlich im Kokoro angekommen. Ich weiß nicht mehr, wer von beiden mir die Geschichte ihres Wiedersehens nach mehr als 20 Jahren erzählt hat. &lt;br /&gt;
Der Moser kam ins Lokal. &lt;br /&gt;
Der Sepp, in seiner Küche, schaute auf: Griass di. &lt;br /&gt;
Der Moser erwiderte den Gruß. &lt;br /&gt;
Hasch an Hunger? fragte Sepp.&lt;br /&gt;
Ja.&lt;br /&gt;
Dann setz di hin und iss.&lt;br /&gt;
Und der Moser kam immer wieder.&lt;br /&gt;
Der Sepp hat sein Grab besucht: Eh schian.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und damals, als wir mit dem anderen querköpfigen Koch dort Mittagessen waren und ich fast ein wenig Angst hatte, dass die Sturschädeln aneinander geraten und die beiden nach ganz kurzer Zeit erkannt haben, dass sie zusammen auf der Berufsschule waren und sich immer wieder begegnet sind - am Schiff und so - und so begeistert über ihr Handwerk ihre Kunst philosophierten  tremendous Workmanship and Pride.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe wunderbar gegessen im Kokoro, ein paar Mal ziemlich gesoffen, viel gelacht und auch um meinen Vater geweint. Herz, eben. Gestern gab es Piratensuppe, heute haben mir Tränen den Tag versalzen. Wenn ein Koch stirbt, gibt er den Löffel ab, hat dieJüngste gesagt, die gestern dabei war, es war ihr ein bisschen peinlich, the Sepp hätte wohl gelacht  ich werde ihn vermissen. Kochen, so wie Joseph Hausberger gekocht hat, ist sowohl Zen als auch eine wunderbare Form tätiger Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hinterlässt eine wunderbare Frau und zwei Kinder und eine Lücke im Leben einiger Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;267&quot; alt=&quot;IMG_4641&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/katiza/images/IMG_4641.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Memento!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang,&lt;br /&gt;
nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.&lt;br /&gt;
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein im Nebel tast ich todentlang&lt;br /&gt;
und lass mich willig in das Dunkel treiben&lt;br /&gt;
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr&lt;br /&gt;
- und die es trugen, mögen mir vergeben.&lt;br /&gt;
Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur,&lt;br /&gt;
doch mit dem Tod der andren muss man leben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mascha Kaléko&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>katiza</dc:creator>
    <dc:subject>In Reaktion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 katiza</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-17T21:48:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://katiza.twoday.net/stories/5927836/">
    <title>Zen oder die Kunst zu lieben</title>
    <link>http://katiza.twoday.net/stories/5927836/</link>
    <description>So möchte ich lieben können:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ohne zu hoffen&lt;br /&gt;
ohne zu glauben&lt;br /&gt;
ohne zu fragen &lt;br /&gt;
ohne zu sagen&lt;br /&gt;
ohne zu fürchten &lt;br /&gt;
ohne zu bangen&lt;br /&gt;
ohne zu stürmen&lt;br /&gt;
ohne zu drängen&lt;br /&gt;
ohne zu wollen&lt;br /&gt;
ohne zu wünschen&lt;br /&gt;
ohne zu denken&lt;br /&gt;
ohne zu tun&lt;br /&gt;
ohne zu zittern&lt;br /&gt;
ohne zu zagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So möchte ich lieben können.&lt;br /&gt;
Einfach nur lieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch möchte ich so geliebt werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;320&quot; alt=&quot;Emportemoi&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/katiza/images/Emportemoi.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>katiza</dc:creator>
    <dc:subject>Aus dem Schatzkästchen der Mock Turtle</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 katiza</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-08T17:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://katiza.twoday.net/stories/5925215/">
    <title>Sinnfrage</title>
    <link>http://katiza.twoday.net/stories/5925215/</link>
    <description>Wozu lebe ich noch? fragt meine Mutter am Telefon. Sie fragt es nicht zum ersten Mal. Ich habe mein Handy zwischen Schulter und Ohr eingeklemmt, um die Hände frei zu haben. Ich bereite ein Festmahl vor für den Erstgeborenen, für Herrn A. aus B. und Teile der kostbaren, kleinen Informationsgesellschaft, die sich an echten und falschen Freitagen im Stadtsitz von Ersterem einfindet. An diesem falschen Freitag ist ein Auslandsspiel geplant. Bei uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann die Frage nicht beantworten. Das wissen wir beide. Hilflos und zaghaft sage ich: Für mich? Ich weiß, das ist kein Grund der ausreicht Hochmütig ist es ihr mich, die große Tochter, 500 km entfernt, als Lebenszweck anzubieten. Weil ich dich liebe.., ergänze ich ungeschickt. Sie weint. Ich rühre Teig für indonesische Frühlingsrollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist mit mir?, fragt sie: Was habe ich noch für mich? Einen Menschen würde sie sich wünschen, für den sie leben könnte. Aber woher nimmt man so einen Menschen? Nur mehr zwei Stunden dauert es, bis die Gäste kommen. Der Liebste ist noch unterwegs auf der Jagd nach den exotischen Zutaten, die zur Bali-Küche gehören. Ich schneide Gemüse. Die Mutter schluchzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald wird die Freundin des Cousins vor der Türe stehen. Sie besucht ein Seminar in der Großstadt und schläft dann bei uns. Psychologie, Traumatherapie. Ob sie heute schon kommen darf, hat sie gefragt, und wir haben ja gesagt, auch wenn ich nicht ganz sicher bin, ob sie sich in der doch recht eingeschworenen und wohl auch ein wenig seltsamen Gesellschaft wohl fühlt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass sie kommt und mit kocht und Gäste da sein werden, erzähl ich der Mutter, um irgendetwas zu sagen, den Tränenfluss, die Klage über das versäumte Leben zu unterbrechen. Wir hatten so etwas nie, der Vater und ich, sagt sie: Freunde. Das stimme so nicht, entgegne ich vorsichtig: Damals, als ihr so alt wart wie wir jetzt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann mich erinnern an die Freunde, an Würfelpoker und das kinderlose Ehepaar, das eine der besten - wenn nicht die beste - Herrenschneiderei in der Stadt hatte. Sie waren so schöne Menschen, voll Lebenslust. Einen Perserkater hatten sie, einen Bungalow mit Bächlein im Garten und jenen faszinierenden Schallplattenspieler, der zehn Platten hintereinander abspielen konnte. Die Erwachsenen tranken Schnaps und Wein, viel gelacht wurde und sie mochten das kleine Mädchen. Irgendwann hatte ich sogar ein Testament der Mutter gefunden  beim verbotenen Stöbern  in dem stand, dass sie sich wünschte, dass die beiden mich im Falle ihres Todes adoptieren. Irgendwann haben wir sie dann nicht mehr getroffen. Ich bin später dann noch manchmal in ihr kleines Geschäft gegangen. Sie hatten beide glänzende Augen und es roch eigenartig. Längst ließ sich kaum mehr jemand dort Anzüge machen. Ich habe Taschentücher  handrolliert - für den Vater dort gekauft  zum Geburtstag - und ein wenig mit ihnen geplaudert. Sie mochten mich noch immer. Dann sind sie gestorben, erst er, dann sie. Und R und G.?, frag ich. Die hatten wir zu der Zeit schon lange nicht mehr gesehen, die haben sich vor allem mit anderen Kinderlosen getroffen. Nur selten kreuzen sich unsere Erinnerungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwiegercousine läutet  ich darf auflegen, bin erlöst von den Fragen, auf die es keine Antworten gibt, zumindest keine, die ich geben könnte. Das Herz des &lt;a href=&quot;http://katiza.twoday.net/stories/4227436/&quot;&gt;Cousins&lt;/a&gt; hat seinen Rhythmus noch immer nicht wieder gefunden. Es ist wohl immer schon gestolpert und außer Takt geraten, vielleicht war das mit Schuld, damals als er gehen wollte, diese Stolperer des Herzens, Fehl-Schläge. Er müsst öfter zu euch kommen, sagt sie am Ende dieser Nacht gleich ein paar Mal zu mir: Wegen dem Leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann ein Festmahl mit Menschen, die ich liebe. Große Tafel, acht Personen und exotische Genüsse. Es ist gelungen und hat geschmeckt und die Gespräche waren kostbar wie so oft. Ich hab das von dir, die Gastfreundschaft, sag ich der Mutter zum Trost manchmal. Doch eigentlich kann ich mich kaum daran erinnern, dass es ein großes Essen wie dieses gegeben hätte, mit Freunden, mit Familie, mit Wahlverwandten. Meist saßen wir zu dritt am Tisch, manchmal Cousinen und Cousins, manchmal, als ich größer war, gab es Partys mit Pizza. Festmahle mit gemeinsamen Kochen gab es nie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das habe ich nicht von ihr  keine Ahnung woher ichs hab. Eines weiß ich  auch dazu leb ich, für solche Abende, für die Begegnung mit so vielen kostbaren Menschen und wegen dem Leben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;320&quot; alt=&quot;img194&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/katiza/images/img194.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>katiza</dc:creator>
    <dc:subject>Lebens-Wert</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 katiza</dc:rights>
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