Augenblick für Augenblick
Das Leben mit offenem Herzen: Ein Anruf voll Lob und Anerkennung, ein Festmahl – selbst gekocht – Meeresfrüchte auf Rucola mit Ribisel Chili Sauce, ein letzter Schluck von Timotheus, im Fernsehen gleich zwei Mal gutes Programm, erst „Tapetenwechsel“, so französisch wie ein Glas Pernod, dann Almodovars „Volver“, ein fast reiner Frauenfilm, die Männer am präsentesten als tote Täter, Mütter, Töchter, Schwestern, Missbrauch, Tod und Irrsinn, und doch ganz Almodovar, immer ein Lachen und Leben und Farben, was für ein Rot. Penelope Cruz. Ihre wunderschönen Brüste.
Der Liebste kommt heim und erzählt vom silbernen Freund. „Wenn er mit einer Frau reden möchte, richtig reden, du wärst die Beste, die Einzige, hat er gemeint, versteh mi net falsch Oida, reden, hat er gesagt.“ Ich bin gerührt, glücklich und stolz.
Der Nachspann läuft. Farben, Muster und Musik -noch einmal nachfühlen, den Film, nachklingen lassen, die Geschichten, das Rot.
Und dann sagt ein Nachrichtenmensch etwas von Michael Jackson und tot und wir zappen uns durch die Kanäle auf der Suche nach mehr Information. Auf Okto bleiben wir hängen. Ein seltsames Video – „Michael Jackson ist noch länger tot,“ sagen wir uns. „First Fatal Kiss“ heißt die Band, die verzerrt über den Bildschirm punkt. „One day I wanted to be a boy“ – ein Lebensthema, schon seit ich Kind bin. Wenn ich ein Junge wär. „One day I wanted to be a girl“ – Frau sein, wie die Frauen in Volver, eine Frau für den Liebsten, für den Silbernen, zum Reden, eine Frau mit all der Frauenkraft.
Später dann doch noch CNN, der Untote (Michael Jackson dies, CNN has not confirmed), der in Wirklichkeit weder Mann noch Frau war, weder schwarz noch weiß, weder gut noch böse, eine kaputte kranke Kinderseele, die andere Kinder kaputt und krank machte. Erinnerungen an ein Wien-Konzert, der Liebste, damals noch im Dienst der Plattenfirma, VIP-Karten und Einblick in den Livestream, acht Kinder sind aus dem Flugzeug gestiegen, gut versteckt, acht Kinder zum Spielen, er will doch nur spielen, von ihren Eltern verkauft an Macht und Ruhm, an die zerstörte Seele.
Und CNN spielt Thriller. Wie passend, denk ich mir beim Einschlafen. War Jackson doch irgendwie ein Zombie – ein seiner Seele beraubter Seelenräuber.

Der Liebste kommt heim und erzählt vom silbernen Freund. „Wenn er mit einer Frau reden möchte, richtig reden, du wärst die Beste, die Einzige, hat er gemeint, versteh mi net falsch Oida, reden, hat er gesagt.“ Ich bin gerührt, glücklich und stolz.
Der Nachspann läuft. Farben, Muster und Musik -noch einmal nachfühlen, den Film, nachklingen lassen, die Geschichten, das Rot.
Und dann sagt ein Nachrichtenmensch etwas von Michael Jackson und tot und wir zappen uns durch die Kanäle auf der Suche nach mehr Information. Auf Okto bleiben wir hängen. Ein seltsames Video – „Michael Jackson ist noch länger tot,“ sagen wir uns. „First Fatal Kiss“ heißt die Band, die verzerrt über den Bildschirm punkt. „One day I wanted to be a boy“ – ein Lebensthema, schon seit ich Kind bin. Wenn ich ein Junge wär. „One day I wanted to be a girl“ – Frau sein, wie die Frauen in Volver, eine Frau für den Liebsten, für den Silbernen, zum Reden, eine Frau mit all der Frauenkraft.
Später dann doch noch CNN, der Untote (Michael Jackson dies, CNN has not confirmed), der in Wirklichkeit weder Mann noch Frau war, weder schwarz noch weiß, weder gut noch böse, eine kaputte kranke Kinderseele, die andere Kinder kaputt und krank machte. Erinnerungen an ein Wien-Konzert, der Liebste, damals noch im Dienst der Plattenfirma, VIP-Karten und Einblick in den Livestream, acht Kinder sind aus dem Flugzeug gestiegen, gut versteckt, acht Kinder zum Spielen, er will doch nur spielen, von ihren Eltern verkauft an Macht und Ruhm, an die zerstörte Seele.
Und CNN spielt Thriller. Wie passend, denk ich mir beim Einschlafen. War Jackson doch irgendwie ein Zombie – ein seiner Seele beraubter Seelenräuber.

katiza - 26. Jun, 10:19
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