19
Apr
2012

Appetit auf Toll3stes?

FrauenLiebenSterbenhofa1

Mahlzeit!
44 mal erzählt

10
Apr
2012

Logbuch: Andocken im Lenz

Ahoj. Das turbulente Leben lässt kaum Platz fürs Netz. Im Lenz bläst frischer Wind in unsere Segel. Wir haben im Heimathafen des 1. Offiziers angelegt, wo uns die Seinen ganz inniglich willkommen geheißen haben. Ein fester, felsiger Boden unter den Füßen und Berggipfel statt wogenden Wellen. Das steinerne Meer und ein friedlicher See. Dort ist er aufgewachsen, als Bergmensch wie ich auch. Die Seinen stammen aus dem Hügelland, zugereist. Viel Familie erleben wir, manches ist mir vertraut wie die kernige Sprache der Menschen dort. Zwei kleine Mädchen zum verwöhnen und beschäftigen und abends Kräutertee und ein Blick zu Venus und Mars – der Bruder holt uns mit seinem Teleskop die Sterne vom Himmel. Die blitzen auch in unseren Augen, wenn wir Hand in Hand durch seine Welt spazieren, mit ihr zu Tisch sitzen und mit ihr lachen.

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Noch viel gilt es zu entdecken, die alten Plätze des ersten Kuss, der süßen Zigaretten, der vielen besonderen Stunden, deren Spuren ich bereits vorher in der Offizierskajüte abwandern durfte. Wenn sich die Leben, verweben und man dem anderen seine Bilderbücher zeigt, Trophäen und auch kleine Niederlagen. Zeig mir deins, ich zeig dir meins. Und plötzlich kennt man die Kinder, die einen manchmal aus dem Sein des Gegenübers entegenspringen, wenn das Jetzt besonders ist, besonders schön, besonders schmerzvoll. Man erkennt ihn wieder. Den kleinen Buben, den Musiker, den Schulsprecher, den guten Freund. Immer besser navigieren wir durch unsere Liebe. Ich erkenne ihn wieder. Ich erkenne mich wieder. Und weiß doch, dass das nur vorübergehend ist, kein ewiges Wissen, keine Gebrauchsanweisung. Schließlich habe ich auch schon den Einen oderAnderen erkannt – auch im biblischen Sinn – und dann nicht wieder erkannt – auch auch im biblischen Sinn.

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Wir besuchen meine andere Welt mitten in seiner, ich habe einen Job zu machen, ein wenig Zirkuspferd spielen, hervorragend betreut von meiner Hafenmann ( und –frau)-schaft. Der 1. Offizier hält sich vorerst im Hintergrund und sekundiert mir dann an meiner Seite. Wir navigieren gemeinsam über seven seas, Lunzer See, Zeller See, Meer der Wiener – gebt uns Wellen, wir teilen sie.

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Auch beim Salon, wo sich die Welten teilen und annähern in wundervollen Geschenken, Worten, Blicken, Gesten, Bildern, Einhörnern, Spiegelungen, Kieferorthopäden, Alk und grüner Tee, Bärlauch und Regenwald, Bandgeflüster und Gafferband und all das, wofür es sich zu leben lohnt. Sanfter Wellenschlag, spritzende Gischt und sich tragen lassen.

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Doch es gibt auch das alte Leben, Menschen, die einst näher waren und nun weiter weg sind. Eine Zeit lang ist man unter gleicher Flagge gesegelt, hat es manchmal vielleicht auch nur geglaubt, später verabredete man sich regelmäßig im Hafen, trank und erzählte einander von neuen Welten und bunten Abenteuern; doch auch das vergeht…und kommt auch wieder, wohl, im ewigen Rhythmus von Ebbe und Flut.

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Die angekündigte Osterkälte lässt auf sich warten. Ich lagere in meinem Ursprungshafen. Wie verändert die Kinderwelt doch ist. Häuser fehlen, neue schießen aus dem Boden, Busse haben längst ihre Route geändert, Kaffeehäuser ihren Namen, ihre Besitzer, ihr Aussehen. Ich auch, ich habe mich auch geändert, so oft in den vielen Lenzen meines Lebens. Lenz, poetisch für Frühling oder auch Lebensjahr. Wie schön, das Leben in Frühlingen zu messen, wie schön ist die Welt im Frühling, wie wundervoll mein Leben jetzt. Ein bisschen frostig ist es dann doch noch geworden, die Schneekönigin verteidigt ihr Reich, die Spiegelsplitter...

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Es ist Frühling. Die Sonne scheint. Endlich wieder angedockt.Und das Leben ist so gut zu mir. Danke.

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Soviel Glück ist mir beschieden!
Allzeit gute Fahrt und eine Handvoll Wasser unter dem Kiel…
154 mal erzählt

14
Mrz
2012

Landpartie

Manchmal, Leute, kann‘s passieren,
dass an ganz besondren Tagen
Piratinnen mit ihren Offizieren
Sich aufs weite Land mal wagen.

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In einer Kutsche fahren sie raus
Und der H., der sitzt am Steuer.
Ihr Ziel das ist das Elfenhaus,
dort gibt’s Essen frisch vom Feuer.

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Elfen – und das müsst ihr wissen -
Sind nicht engelsgleiche Wesen.
Männer setzt euch hin beim Pissen!
Staubsauger gibt’s hier statt Besen.

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Und die Herrin dieses Ortes
Ist eine Elfe jener Art,
Meisterin des klaren Wortes,
weiche Lieb, im Nehmen hart.

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Ihre Seele ist voll Kraft
Und ihr Herz, das bietet Raum,
stets hat eines sie geschafft:
zu leben jeden neuen Traum.

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Und sie lud zu einem Fest
Jung und alt ins Elfenhaus
Und im feinen, neuen Nest
Wurden Zauberstunden draus.

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Ja, wir haben uns gefunden
Jetzt im Leben, erst im Netz
Und verbringen schöne Stunden
Reden, lachen, haben a Hetz.

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Space gibt’s genug nicht nur im Cyber,
gerne seh'n wir uns im echten Leben,
BlogerInnen und toll3ste Weiber:
Wunder-voll, so ist das eben!

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Und der holprig Reime Schluss,
werdet ihr euch jetzt wohl fragen.
Ich will, nein, vielmehr ich muss
Wieder einmal Danke sagen!

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Soviel Glück ist mir beschieden!
Allzeit gute Fahrt und eine Handvoll Wasser unter dem Kiel…
257 mal erzählt

10
Mrz
2012

Aba wusch, aba wui

Wie glücklich bin ich heute erwacht. Zum ersten Mal um sieben Uhr früh – wie gestern. Ja, gestern begann der Tag mit jenem gruseligen und doch wohligen Kribbeln, das dem Lampenfieber vorangeht.

Meine Männer begleiten mich durch den Tag. Georg fuhr den Computer hoch, checkte sich durchs Netz und versuchte zu arbeiten. Petel, englisch ausgesplochen, dlängte in die Küche, el wollte unnbedingt Gemüse schnippseln mit einem anständigen Messel. Wäre da nur nicht gewesen Don Carlos mit seine Temperamente, capisci? Am Weg zum Einkauf musste ich Giovanni davon abhalten den belle Ragazzi nachzupfeifen. Da kam mir Markus mit seiner psychologischen Spezialausbildung nach dem Fall Cheibani W. wie gerufen. Und natürlich mein Wissen über Neurologie. Und der 1. Offizier, der mir treu zur Seite stand.

Ich dachte viel an die Frauen, die ich am Abend wieder sehen würde: Iris und Sybille, die mich erst so weit gebracht hatten, faszinierend in ihren Parallelen und Gegensätzlichkeiten und in ihrer Phantasie; Sybilles Mutter, diese bittere böse Frau, die hübsche Eleana mit ihren Träumen, die engagierte Saskia mit ihren großen Augen, das blonde Gift aus Irisens Büro, der Trampel vom Bankschalter und natürlich auch mein Bruder, mit all seiner Babymacheraufgeblasenheit. Und ich fieberte ihnen entgegen.

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Was für ein Wiedersehen dann mit den Toll3stesten, die frau sich nur vorstellen kann. Und mit all den anderen Einheimischen aus Blogistan, die mein reiches Leben so bereichern – Frau Eulenkatz, gut, dass Sie da waren. Und mit Freundinnen und Freunden, die gekommen waren – schnittig von weit her sogar - und sogar Eintritt zahlten, um uns bei der Verwirklichung unserer Träume zuzusehen und zu –hören. Und mit meiner alten großen Liebe: der Bühne.

Wir haben es durchgezogen, wir haben es wahr gemacht, wir haben es schon wieder getan. Und es hat solchen Spaß gemacht aus Madame LaMammes grandiosem Text, mit der Spielfreudigkeit (und Verspieltheit)der bezaubernden B. eine szenische Lesung zu bauen. Umsorgt, umschwirrt von guten Geistern, die stets bereit standen, Leib und Seele und Schauspielkunst zu bereichern.

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Danke Euch allen und vor allem Danke, einem Publikum dessen Augen, dessen Lachen, dessen Applaus, ja dessen Liebe uns durch fast zwei Stunden „FRAUEN LIEBEN STERBEN“ getragen hat und all jenen, die uns noch bis lange nach Mitternacht begleitet haben.

Soviel Glück ist mir beschieden!
Allzeit gute Fahrt und eine Handvoll Wasser unter dem Kiel…
301 mal erzählt

1
Mrz
2012

Polaroids

Ein Haufen Polaroids ist geblieben vom ersten Salon. Gesichter, Ausdrucke; unperfekt und genau darin perfekt diese speziellen Momente fest zu halten, zu teilen von Hand zu Hand. Kostbar die kleinen Bilder, für die es sich zu leben lohnt, für Einen, Zwei, eine Zweieinigkeit. Sie teilen mit uns, halten uns fest in den Momenten, in denen wir teilen. Schlarrrack macht die Maschinerie der Photoapparate und spuckt Bilder aus. Dann gilt es zu warten, das Photo mit dem Gesicht nach unten bis das Polaroid entstanden ist, entstanden sein muss, verfremdet in der Farbgebung, mit Einschlüssen, Aussparungen. Was für wundervolle Maschinen waren das damals, so geeignet für das schmutzige kleine Bildchen, das der örtliche Photofachhändler nicht sehen sollte durfte oder eben um den Augenblick rasch fest zu halten, die Erinnerung im Moment weiter zu geben und nicht erst umständlich viel später zu übermitteln. Ich habe noch so einen Apparat in meinem Gut Aiderbichl der Elektrogeräte und an diesem Abend wurde die alte Maschine neu gefüttert und durfte Freude spenden wie damals. Damals. Vor den Handys und den Apps, die all das heute wieder möglich machen, einfacher, billiger. Und an jenem Abend, wo das Digitale wieder einmal zum Analogen wurde übermittelten uns doch neue Medien das Alte. CDs und usb-Sticks kamen zum Einsatz, aber auch traditionelle Medien, Mittler von Lebenswertem: Bücher, feines Karamell oder eine Flasche Wein.

Einige Medienmenschen waren da, Schreiberlinge und Leserlinge, Mathematikerinnen und eine Spielerfinderin, die Elfenhäuslerin, Fratellino, ein Maler, ein Punk-Sänger - WeggefährtInnen gemischt aus den Welten und auch Lebenszeiten, ein paar waren nicht gekommen, hatten abgesagt oder auch nicht. Die, die da waren, waren die Richtigen. Und alle teilten mit festen Stimmen und blitzenden Augen, ein ums andere Mal erklang die Glocke, es wurde gefragt, gelobt, applaudiert, das hohe Lied der Freundschaft gesungen, das Landleben gepriesen, das Bandleben geschildert und das Einhorn als Haustier gewürdigt. Und es sind Bilder in mir entstanden von diesen Menschen, einmalig und wunderschön, perfekt, weil unperfekt. Der Borschtsch mundete, die Pizza schmeckte, Wein und Bier flossen in Strömen und auch noch Vodka und irgendwann entschlief ich auch im trauten Kreis und später, viel später hat mich der 1. Offizier ins Bett geleitet. Längst hatte er fürsorglich das Ruder übernommen.

Wir haben die Polaroids dann eingescannt, sie dem Digitalen zugführt und teilen das Erlebte und Ergänztes im Netz. Seit damals sind wir noch glücklicher am Vordereck. Mehr als einmal habe ich seither durch den Stapel Bildchen geblättert und mich daran erfreut, auch das kleine Buch wurde begonnen und freut sich darauf erweitert zu werden, das nächste Mal dann in vier Wochen.

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Soviel Glück ist mir beschieden - Danke!
Allzeit gute Fahrt und eine Handvoll Wasser unter dem Kiel…
212 mal erzählt

24
Feb
2012

Saloniges: Zueignung

Einen Salon führen, das war ein alter Traum von mir und ich habe ihn schon einmal umgesetzt – vor mehr als zehn Jahren. Ein Gästebuch zeugt von bunten Abenden zwischen Reichs Orgon-Theorie, Gödel, Escher, Bach und der 1. Öffentlichen Aufführung von „The Next“ Unreal, wilder Gitarrenrock. Und nicht zu vergessen, jener denkwürdige Abend der peinlichsten Erlebnisse.

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Blättere ich durch das Buch, tauchen Bilder auf, Erinnerungen an Menschen, die nicht mehr in meinem Leben, in dieser Welt sind. Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten,
Die früh sich einst dem trüben Blick gezeigt.
Auch an den Abend des letzten Salons zwei Jahre später kann ich mich noch gut erinnern, verwunschen war er, verwirrend, erschreckend und hatte was von „Der Meister und Margarita“. Im Wohnzimmer saß Einer, dessen trüber Blick schon fast ein Jahr von der Wand aus den Tisch beobachtet hatte, fast eine Mahnung. Gemalt hatte sein Portrait der Teufel, dass er es war, erkannte ich erst an jenem Abend. Am Sofa saß Eine, die schien einem Plattencover entsprungen, das gegenüber an einer Staffelei lehnte. Irgendwann war der Teufel weg. Irgendwann saß eine schwarze Katze vor der Türe. Dann gingen wir schlafen und der Salon war entschlafen.

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Und jetzt also wieder, angeregt von Fräulein Julie, im Vereinen meiner Welten, hisse ich die Segel für einen neuen Salon. Versuch ich wohl, euch diesmal festzuhalten? Fühl ich mein Herz noch jenem Wahn geneigt Computer werden heute gerne als Metapher für unser Denken und Sein verwendet, das Leben als Festplatte. Das Internet hat mir viele neue Menschen und Möglichkeiten erschlossen, die Möglichkeit in anderer Leute Leben und Gedankenwelten zu blicken, sich auszutauschen, neue Impulse zu erfahren. Ich nutze Facebook, sehr aktiv und manchmal mehr als es diesem Blog gut tut. Ich mag die Funktion des Teilens dort, ein Klick und man schickt ein Lachen weiter, spielt einen Song, empört sich. Und andere sagen gefällt mir, ein kleines Zeichen, du bist mit einem Gedanken nicht allein oder sie kommentieren, diskutieren, scherzen, liefern Zusatzinformation. So wie ich es mir für einen Salon wünschen würde, vorstellen könnte.

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Und so habe ich zum Salon geladen. Ihr drängt euch zu! nun gut, so mögt ihr walten, wie ihr aus Dunst und Nebel um mich steigt; Eine bunte Mischung aus Leuten aus meinen verschiedenen Lebenswelten, auch aus jener des 1. Offiziers, der mir heute auf der Kommandobrücke so verlässlich zur Seite stehen wird, wie schon heute morgen bei der Küchenschlacht. Borschtsch wird es geben mit Herzeblut gefärbt, „Carta da musica“ und Pizza. Ich hab mir von Robert Pfaller das Motto „Wofür es sich zu leben lohnt“ ausgeborgt und alle aufgerufen, etwas von dem mitzubringen und zu teilen, was das Leben für sie lebenswert macht. Das kann ein Buch sein, ein Bild, ein Song, eine Flasche Wein, eine Idee, ein Projekt, ein Traum, eine Geschichte, ein Photo… Wenn alles so hinhaut, wie ich es mir wünsche, kann jeder nach einem kleinen Gong greifen und seines vorstellen. Die anderen können gefällt mir signalisieren oder was dazu sagen. Es gelten die Gesetze der Höflichkeit und Menschenliebe, natürlich steht es den Menschen frei, sich in Gruppen zusammenzufinden und extra zu sprechen, in die Küche zu gehen oder Billard zu spielen. Tja, so wünsch ich es mir. Ich bin neugierig, wie viele kommen, was sie mitbringen und ganz aufgeregt vor Vorfreude…Jede, jeder von ihnen ist an und für sich schon ein Geschenk. Mein Busen fühlt sich jugendlich erschüttert vom Zauberhauch, der eueren Zug umwittert.

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„Wenn man das Leben als Gabe begreift, dann behandelt man es als Geschenk, bei dem man eine Verpflichtung hat – nämlich die Verpflichtung, etwas von dem Geschenk auch weiter zugeben.“
Robert Pfaller „Wofür es sich zu leben lohnt“
246 mal erzählt

14
Feb
2012

Logbuch update

Ich gebe es zu – ich bin diesen Hafen viel zu lange nicht mehr angelaufen, um von meinen Abenteuern zu berichten und mir von Euren berichten zu lassen. Aber es gab so viel zu tun und zu erleben, dass mein Logbuch tief in seiner Schublade blieb und ich mich jede freie Minute am Voderdeck tummelte. Das Piratenschiff ist aufgrund der Außentemperaturen mittlerweile der reinste Eisbrecher mit Eisblumen an den Fenstern. Die Polarnacht ist das Element des 1. Offiziers, er weiß sie aufzuheizen und zeigt mir das Nordlicht in den sternenklaren Nächten.

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Achtern mache ich am Horizont noch meinen Geburtstag als buntes Feuerwerk aus. Zum Wechsel der Zeitzonen befand ich mich in einem Zeitloch. Nicht dass ich das Chelsea als Loch bezeichnen würde oder wenn dann nur in seiner vornehmsten Form, mit historischem Beigeschmack, denn das Lokal gibt es fast seit ich ihn Wien lebe – und es ist zu recht legendär. Und so war ich im mittlerweile unter die Gürtelbögen übersiedelten Rockschuppen sicher die Älteste, die zu den Klängen von Soupshop „abrockte“. Aber das dunkle Höhlenlicht, mein ekstatisches Tanzen, die Errungenschaften der Kosmetik und die Tatsache, dass man eine meines Alters nicht in derlei Veranstaltungsstätte bei derlei Konzert vermuten möchte, trugen mir erfreuliche Fehleinschätzungen, nur eines von vielen schönen Geburtstagsgeschenken. Und der 1. Offizier am Saxophon.

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Und dann das Mahl der 13 Frauen, voll Freude und Liebe ausgetüftelt und zubereitet. Einst, so sagen manche Frauen, habe der Mond, weiblich in den meisten Kulturen mit seinem, mit ihrem Zyklus das Jahr in 13 Monde geteilt. Erst der julianische Kalender habe uns die 12 beschert und die 13 somit in Verruf gebracht. Ich mag diese Geschichtslesart und ich mag die 13 und ich mag die Frauen, die mich begleiten. Und so habe ich auch heuer wieder 12 dieser Weggefährtinnen an eine große Tafel geladen und ein Fest für sie, für mich bereitet. Manche saßen schon vor einem Jahr mit mir an der Tafel, manche waren verhindert, manche sind dazu gekommen. Schön haben sie sich, haben wir uns gemacht und ihre Gaben und Wünsche waren reichlich wie die der Feen im Märchen von Dornröschen. Und es war kein Fluch dabei.

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So viel habe ich von ihnen bekommen im Laufe dieses letzten Jahres Die älteste ist mir Elfenmeisterin und teilt ein lautes Lachen und ihre Weisheit mit mir; die beiden anderen Toll3sten Madame LaMamme und die bezaubernde B. haben mich wieder auf die Planken, die mir einst die Welt bedeuteten gelockt (wir tun es wieder am 9. März!); die Chefin, das Mädel, persönliche, Wein&mehr-Consulentin; Black&Blond, die wiedergefundene Schulfreundin, Co-Cartoonautorin der Schulzeit mit schwarzem Humor und hellem Geist; die wilde Hummel, die im richtigen Moment da war, herzerfrischend; die Bärin, die gehalten hat, den Kontakt, mich aus in meinem Chaos; die Hippie-Kollegin, mit der ich nicht nur Laster teile und ein Lächeln im Großraumbüro; Fräulein Julie und die rote Frau R., die der 1. Offizier mit an Bord gebracht hat, schöne starke Frauen, die meinen Welt bereichern und die beiden Jüngsten, Reisegefährtinnen in die Welt des Einen, die fröhliche MM, Krankenschwester voll Herzlichkeit und Prinzessin Clooodia, die als letzte kam. Und sie alle brachten Geschenke voller Liebe und Herzlichkeit, bedacht ausgewählt voller Liebe.

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Ein anderes Geschenk flatterte an Bord oder flog vielmehr: ein kleiner roter Ball holperte die Hafentreppe hinunter und blieb dort liegen – ich habe ihn aufgehoben und freu mich im Sonnenlicht mit ihm zu spielen…Danke, Herr Jossele …..

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Und auch beim Erstgeborenen war ein Feier-Freitag, der 1. Offizier kam mit und voller Glücksouligkeit saß ich am Musenpodest und ließ meine Augen meine Lieblingsmänner streicheln. Ein Heimathafen und sich verknüpfende Welten, das Leitmotiv des vergangenen Jahres – was für ein wundervolles Integrationsprojekt, culture und auch (the)clash. Und dazu 100 Jahre – fast fertig naturgemäß. Wir sprechen von der Stimme, die uns durch die Jahrzehnte begleitet. Seit zwei Jahren steht der Erstgeborene in Kontakt mit dem Mann. Der 1. Offizier fügt sich gut ein, ich freue mich über seine Achtsamkeit im Umgang mit Menschen und deren Räumen.

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Es ist schön, ihn in meinen Räumen, in meinem Leben zu haben, in dem unser Piratenschiff viel Raum einnimmt, stets gilt es neue Abenteuer zu erleben, fremde Häfen und Herzen einzunehmen, die Nacht zu erkunden und ihre Musik, Rätsel zu lösen und Schätze zu heben, die wir in unser beider Leben vergraben haben. Arrr!

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Wir leben die Liebe im dritten Jahrtausend und haben den Beziehungsstatus geändert. Alle sollen es wissen in unserer digitalen Welt. Seltsam und doch romantisch. Heute vor einem Jahr bin ich das erste Mal in seine Augen getaucht.

Soviel Glück ist mir beschieden!
Allzeit gute Fahrt und eine Handvoll Wasser unter dem Kiel…
220 mal erzählt

18
Jan
2012

47

Wieder eine Primzahl. Symetriemitte. Und so fühlt es sich auch an. Prima. Symetrisch und sehr mittig. Und unterwegs neue Galaxien zu erforschen.

To be continued.

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Allzeit gute Fahrt und eine Handvoll Wasser unter dem Kiel…und Ecken zum Rumdenken....
310 mal erzählt
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Sit down, both of you, and don't speak a word till I've finished

Who sits there?

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Des kummt wohl von de...
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Keine Angst, keine...
Keine Angst, keine Angst, Jossele...
katiza - 17. Apr, 09:11
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hammerlink frau piratin :-)
rosmarin - 16. Apr, 21:13

Es war einmal…

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Wir kommen Sie bald wieder beheimsuchen, liebe Elfenhäuslerin....
datja - 25. Apr, 11:00
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Ach ja: Danke! Ich zünde regelmäßig...
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Hach, ich freu mich ja schon so!
barbaralehner - 19. Apr, 14:32
Dankesehr, Herr Jossele,...
Dankesehr, Herr Jossele, dann schau i amal in die Sun.......
muehlbacher - 18. Apr, 11:14

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