Fundstücke

10
Jun
2008

From Frog 2 Prince

Frosch

...at least not at the first date ;-)!
88 mal erzählt

1
Mai
2008

Tag der Arbeit

img051
133 mal erzählt

29
Apr
2008

Ohne Worte - Zeit für Bilder

Plakatieren-verboten img158
125 mal erzählt

10
Apr
2008

Bildlich gesprochen: Weil derzeit die Worte woanders hinfließen

Albatros1


der Albatros

oft kommt es dass das schiffsvolk zum vergnügen
die albatros - die grossen vögel - fängt
die sorglos folgen wenn auf seinen zügen
das schiff sich durch die schlimmen klippen zwängt.

kaum sind sie unten auf des deckes gängen
als sie - die herrn im azur - ungeschickt
die grossen weissen flügel traurig hängen
und an der seite schleifen wie geknickt.

der sonst so flink ist nun der matte steife.
der lüfte könig duldet spott und schmach:
der eine neckt ihn mit der tabakspfeife
ein andrer ahmt den flug des armen nach.

der dichter ist wie jener fürst der wolke -
er haust im sturm - er lacht dem bogenstrang.
doch hindern drunten zwischen frechem volke
die riesenhaften flügel ihn am gang.

Charles Baudelaire übersetzt von Stefan George
110 mal erzählt

14
Nov
2007

Zwei mal Drei macht Vier und Drei macht Neune

und Astrid Lindgren wurde vor hundert Jahren geboren...Danke für ein paar der schönsten Stunden meiner Kindheit und den ultimativen Rechenunterricht!

Auf dem Perserteppich im Wohnzimmererker habe ich mit den Kindern aus Bullerbü Abenteuer erlebt, mit den Brüdern Löwenherz bittere Tränen vergossen, von Karlsson gerecht teilen gelernt - einer teilt, der andere darf aussuchen - und mit Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminza/Schokominza Efraimstochter Langstrumpf ein Rollenmodell nach meinem Geschmack gefunden.

Pippi

Danke Frau Lindgren, auch dafür, dass Sie mich nicht nur das Kind sein gelehrt haben, sondern auch gezeigt haben, wie man lustvoll altern kann.

astridlindgren
201 mal erzählt

27
Sep
2007

Zwischenruf

Die EMMA bestellt beim Trafikanten des Vertrauens. Weil ja Frau Schwarzer heut in Wien ist. Gestern bekommen. Er, das PorNo Titelblatt musternd: "7,70 Euro, bitte." Ich: "Feminismus ist teuer!" Er: "Wie alles Überflüssige." Ich sprachlos - ihre Antwort, Frau Schwarzer?
Edit: Gut war sie, witzig und klug. Der Trafikant ist bestenfalls witzig. Manchmal!
181 mal erzählt

27
Jun
2007

In der Zeit

Da war er plötzlich wieder. All die Jahre hatte ich ihn vergessen. In der Zeit als mein Fenster direkt auf die Gasse ging, konnte ich ihn täglich sehen. Ich saß oft am Fensterbrett, ein Fuß baumelte auf die Straße und er ging vorbei. Seine Kleidung: schwarz und altertümlich. Eine Hut wie eine mittelalterliche Knappenkappe, darunter das weise Haar, kinnlang. Gebeugt am Stock und voll unendlicher Würde. Ein Lehrer, Professor, Meister. Ich musste ihn einfach grüßen und er hat den Gruß lächelnd erwidert. Irgendwann bin ich dann übersiedelt, in eine andere Gasse, in den vierten Stock.

Und dann sah ich ihn gestern im wunderbaren Film. "Aus der Zeit" Im Ledergeschäft Jentsch lässt er eine Tasche reparieren. Einem Ort, wo man entbunden ist von der Zeit, wie der Besitzer, August Jentsc,h vermutet: "Das Gschäft selber ist die Zeit." Und seine Frau Katharina, "Frontsoldat, der auf Ablöse wartet, die niemals kommt", pflichtet ihm bei. Ihm, dem Krebs, der nicht loslassen kann, der das alte Geschäft so gerne in Watte packen möchte, wie seinen ersten Groschen.

Der Lehrer, Professor, Meister hat eine antroposophische Buchhandlung, erzählt mir Harald Friedl, der diesen Film gemacht hat. Wir sitzen in der Creperie am Spittelberg mit Christine und Georg Königsstein, die wunderschöne Bücher machen, und reden. Über den Film, über Wasser und dann noch lange über das Leben und die Welt.

Mir gegenüber sitzt Mr.F und freut sich – der Menschenmittler hat wieder einmal eine Tischgesellschaft komponiert.

Jeder Tag meines Lebens erscheint mir wie ein kostbares Geschenk. Es gibt so viel zu hören, zu sehen, zu spüren, zu schmecken und zu erfahren – in der Zeit und aus der Zeit.

"Aus der Zeit" wird heute und morgen ab 18 Uhr im Filmhaus am Spittelberg gespielt. Bitte anschauen!
185 mal erzählt

10
Mai
2007

Fleur de Sel

Ich ernte die Salzblumen des Lebens.
Dankbar schöpfe ich sie ab.
263 mal erzählt

7
Mai
2007

Heute früh gelesen

Was auch immer du tust, das Beste ist alles von dir zu geben. Spuck dir in die Hände und tue alles nach Herzenslust!( …)
Im Zen bedeutet dein Leben selbst Religion, und das immer in diesem Augenblick. Diesem Moment gerade ins Auge blicken, ohne etwas davon zu erhoffen, ohne etwas davon abhängig zu machen, ohne etwas hinzuzufügen oder davon abzuziehen – einfach diesen einen Moment auskosten. Dein Blick auf dieses Leben muss so klar sein, dass du zufrieden sein kannst, selbst wenn dir in diesem Augenblick der Atem ausgeht.
aus
Kodo Sawaki/ Zen ist die größte Lüge aller Zeiten
348 mal erzählt

12
Okt
2006

Heute Mittag an einer Kreuzung:

Es ist Rot - viele warten in der Spätsommersonne. Eine schlanke Schönheit, Studentin wohl, mit braunem Haarband, schwarzem, engen, langen Rock über schwarzer Hose, brauner Wolljacke. Zwei Musliminnen, die Kopftücher Ton in Ton mit den Kleidern, auch sie Hosen unter den Kleidern. Zwei italienische Touristinnen, herbstlich gekleidet. Ich überlege, ob ich selbst "richtig" angezogen bin, nicht zu warm und nicht zu kalt. Der linke Schuh tut weh. Ich hätte bequemere Schuhe nehmen sollen, die Stiefelchen vielleicht. Eine junge Frau geht auf der anderen Straßenseite auf die Kreuzung zu. Hübsch, braune Jeans mit einer weißen Bluse, gerafft, kurzärmelig, darunter ein Bikinioberteil – Sommer eben. Ist ihr nicht kalt? ihre Haut leuchtet zart gebräunt im weichen Sonnenlicht. Sie geht bei Rot über die Straße. Einfach so, wie sie sich mit ihrer weißen Bluse über den 12. Oktober hinweg setzt. Hoch erhobenen Hauptes und ich bilde mir ein leises Lächeln auf ihrem schönen Mund gesehen zu haben.
Die Wartenden werden unruhig. Blicke kreuzen sich. Es ist Rot. Eine der beiden Italienerinnen startet los. "E rosso!" ruft ihre Freundin ihr nach aber da ist sie schon auf der Verkehrsinsel in der Mitte der Kreuzung angelangt. Die Freundin ruft noch einmal "E rosso!" macht aber gleichzeitig einene Schritt nach vorne. Soll ich auch gehen? Soll ich mich nach dem Gesetz richten oder dem Impuls des Sommermädchens folgen. So wie alle anderen, die jetzt auf die Straße laufen, ungeachtet der Tatsache, dass noch immer Rot war. Und dann endlich Grün. An der nächsten Ampel drehe ich mich um. Die schlanke Schönheit steht hinter mir. Ihr Bauchnabel liegt frei und auf ihrer Hüfte ist ein schönes Tribal Tattoo zu erkennen.
135 mal erzählt
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Mock Turtle

Sit down, both of you, and don't speak a word till I've finished

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