Aus dem Logbuch
Position:
Längengrad: 16.3531771
Breitengrad: 48.2145207
Kurs:
Längengrad: -58.64169359207153
Breitengrad: -34.61233645566241
Ei Pardautz, wir haben ganz schön Fahrt aufgenommen, seit wir die Segel gesetzt haben und in See gestochen sind. Jetzt durchpflügen wir die sieben Weltmeere, gewiegt von weichen Wellenschlägen wälzen wir uns am Vorderdeck in der Sonne und unter Sternen und unterhalten uns schweigend darüber, wohin die Reise gehen mag; wer wie wir tief in den Augen des anderen taucht, ist schwerelos und hört nur den steten Rhythmus des Atems. Wortlose Wortverliebte. Alle Wetter, auch wenn kein Wölkchen zu sehen ist.

Aber manchmal, wenn ich alleine im Krähennest sitze und ganz Kapitänin Ausschau halte nach drohenden Gefahren, krallt sich der kleine, fiese, alte Affe in meine Schulter, rauft mir die Haare und keckert mir ins Ohr. „Piratenmuttchen“ heißt er mich, wenn ich in der Kombüse Hühnersuppe koche für den Einen, der krank darniederliegt; „Piratentussi“ nennt er mich, wenn ich mich zum dritten Mal umziehe, um schön für den Einen zu sein; „Piratenmädchen“, wenn ich voll Herzklopfen mit Schmetterlingen im Bauch und weichen Knien auf den Einen warte; „Piratenschlampe“, wiehert er, wenn ich tätig sehnsuchtsvoll, alleine an den Einen denke. Und manchmal zischt er „Alte Schabracke“ zwischen den kleinen spitzen Affenzähnen hervor und sein Atem stinkt dabei. Verstehe nur ich seine Worte, höre nur ich sein hämisches Lachen? Manchmal habe ich gute Lust dem tückischen Affen den Hals umzudrehen, ihm die Kehle durchzuschneiden, ihm eine Flasche über den Kopf zu ziehen oder ihn einfach über Bord zu werfen…doch dann denke ich an all die Jahre, die er schon zu meiner Crew gehört. Und ich geb dem Affen Zucker und einen aus und stimme in sein Affenlachen ein. „Siehst du“, sag ich und kraule die kleine Bestie: „Keine Wolke am Himmel.“

Und dann geh ich wieder aufs Vorderdeck. Zum Einen.
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Ei Pardautz, wir haben ganz schön Fahrt aufgenommen, seit wir die Segel gesetzt haben und in See gestochen sind. Jetzt durchpflügen wir die sieben Weltmeere, gewiegt von weichen Wellenschlägen wälzen wir uns am Vorderdeck in der Sonne und unter Sternen und unterhalten uns schweigend darüber, wohin die Reise gehen mag; wer wie wir tief in den Augen des anderen taucht, ist schwerelos und hört nur den steten Rhythmus des Atems. Wortlose Wortverliebte. Alle Wetter, auch wenn kein Wölkchen zu sehen ist.

Aber manchmal, wenn ich alleine im Krähennest sitze und ganz Kapitänin Ausschau halte nach drohenden Gefahren, krallt sich der kleine, fiese, alte Affe in meine Schulter, rauft mir die Haare und keckert mir ins Ohr. „Piratenmuttchen“ heißt er mich, wenn ich in der Kombüse Hühnersuppe koche für den Einen, der krank darniederliegt; „Piratentussi“ nennt er mich, wenn ich mich zum dritten Mal umziehe, um schön für den Einen zu sein; „Piratenmädchen“, wenn ich voll Herzklopfen mit Schmetterlingen im Bauch und weichen Knien auf den Einen warte; „Piratenschlampe“, wiehert er, wenn ich tätig sehnsuchtsvoll, alleine an den Einen denke. Und manchmal zischt er „Alte Schabracke“ zwischen den kleinen spitzen Affenzähnen hervor und sein Atem stinkt dabei. Verstehe nur ich seine Worte, höre nur ich sein hämisches Lachen? Manchmal habe ich gute Lust dem tückischen Affen den Hals umzudrehen, ihm die Kehle durchzuschneiden, ihm eine Flasche über den Kopf zu ziehen oder ihn einfach über Bord zu werfen…doch dann denke ich an all die Jahre, die er schon zu meiner Crew gehört. Und ich geb dem Affen Zucker und einen aus und stimme in sein Affenlachen ein. „Siehst du“, sag ich und kraule die kleine Bestie: „Keine Wolke am Himmel.“

Und dann geh ich wieder aufs Vorderdeck. Zum Einen.
katiza - 8. Sep, 18:12
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