Die Mädchen
Wie orientalische Prinzessinen sehen sie aus mit ihren farblich perfekt auf die Kleidung abgestimmten Kopftüchern und den wunderschön geschminkten Augen, die an den Lippen des Geschichtenerzählers hängen, des Korrespondenten aus ihrer Welt. Karim El-Gawhary präsentiert sein „Tagebuch der arabischen Revolution“ in der Buchhandlung meines Vertrauens. Der Sohn einer deutschen Mutter und eines ägyptischen Vaters im Krankenhaus rechts der Isar geboren ist durch seine Berichte und Live-Einstiege vom arabischen Frühling vom Journalisten zu einer Art Medienstar geworden. Er ist Mittler zwischen den Welten Orient und Okzident, er erzählt von Völkern die Plätze besetzen und sich friedlich ihr Land wieder zu eigen machen, die Diktatoren überwinden und für Brot und Würde kämpfen.
Mit neuen Mitteln in einer neuen Welt, so wie die Jugend während der arabischen Revolutionen nutzt er Blog, Facebook und Twitter. Das spiegelt sich auch in seinem Buch und es leist sich wie eine Zeitreise in die ersten Monate dieses Jahres. „Nach dem Raumschiff Enterprise Motto: Scotty beame mich zum Tahrir- Platz“ steht im ersten Kapitel. Und die bildschönene Gesichter der Mädchen in der ersten Reihe, die immer wieder mit ihren Handy filmen und photographieren verwandeln sich in die Gesichter der 16jährigen Ägypterinnen, die aufgebrochen sind. um ihren Platz zu verteidigen und letztendlich ihre Eltern mitgerissen haben. Und er erzählt von dem jungen Muslim, den er gefragt hat, was sich an ihm verändert habe in den Tagen am großen Platz. Und wie dieser wirklich ernsthaft darüber nachgedacht habe und dann erklärt hat: „Früher dachte ich Frauen sind nur für bestimmte Berufe geeignet, jetzt weiß ich, Frauen können alles.“ Da steht ein feuchter Glanz in den Augen der Mädchen.
Es ist nicht die einzige Geschichte, die die vielen, die gekommen sind, um dem Autor nahezu zwei Stunden lang stehend zu lauschen, bewegt. Oft könnte man eine Stecknadel fallen hören, während El-Gawhary von Mut und Freiheit und immer wieder Menschen spricht. Von der jungen Scharfschützin Ghaddafis im Krankenhaus in Tripolis, kaum 19 Jahre und zart und klein, von ihren Tränen und der Frage wie viele Menschen sie wohl getötet hat aus dem Hinterhalt von einem Hausdach, von dem sie sprang, um den Rebellen zu entkommen. Augen begegnen sich, Blicke, wortloses Verstehn, lächeln, nicken, Fremde, Vertraute. Und die diffuse Hoffnung auf eine bessere Welt.

Später dann, nachdem er geduldig Bücher signiert hat, stürmt eine andere Gruppe junger Mädchen den Raum. Sie haben Karim El-Gawhary durch die Auslage erkannt und schon vorher getroffen. „Wie erreiche ich euch, will er von ihnen wissen, die Facebook verwiegern.“ Starke junge Frauen, lauter direkter als ihr Altersgenossinen mit den Kopftüchern, aber genauso neugierig, so interessiert. Nur zwei Burschen haben sie im Schlepptau, eine Mädchengruppe wie die andere, wie so oft. Neugierig, am Weg ins Leben, uralt mit Mitte 20. All die Mädchen und jungen Frauen mit ihrem feuer, ihre Wärme, ihrer Neugier, mit ihren Freundinnen. War ich je eine von ihnen?

Mit neuen Mitteln in einer neuen Welt, so wie die Jugend während der arabischen Revolutionen nutzt er Blog, Facebook und Twitter. Das spiegelt sich auch in seinem Buch und es leist sich wie eine Zeitreise in die ersten Monate dieses Jahres. „Nach dem Raumschiff Enterprise Motto: Scotty beame mich zum Tahrir- Platz“ steht im ersten Kapitel. Und die bildschönene Gesichter der Mädchen in der ersten Reihe, die immer wieder mit ihren Handy filmen und photographieren verwandeln sich in die Gesichter der 16jährigen Ägypterinnen, die aufgebrochen sind. um ihren Platz zu verteidigen und letztendlich ihre Eltern mitgerissen haben. Und er erzählt von dem jungen Muslim, den er gefragt hat, was sich an ihm verändert habe in den Tagen am großen Platz. Und wie dieser wirklich ernsthaft darüber nachgedacht habe und dann erklärt hat: „Früher dachte ich Frauen sind nur für bestimmte Berufe geeignet, jetzt weiß ich, Frauen können alles.“ Da steht ein feuchter Glanz in den Augen der Mädchen.
Es ist nicht die einzige Geschichte, die die vielen, die gekommen sind, um dem Autor nahezu zwei Stunden lang stehend zu lauschen, bewegt. Oft könnte man eine Stecknadel fallen hören, während El-Gawhary von Mut und Freiheit und immer wieder Menschen spricht. Von der jungen Scharfschützin Ghaddafis im Krankenhaus in Tripolis, kaum 19 Jahre und zart und klein, von ihren Tränen und der Frage wie viele Menschen sie wohl getötet hat aus dem Hinterhalt von einem Hausdach, von dem sie sprang, um den Rebellen zu entkommen. Augen begegnen sich, Blicke, wortloses Verstehn, lächeln, nicken, Fremde, Vertraute. Und die diffuse Hoffnung auf eine bessere Welt.

Später dann, nachdem er geduldig Bücher signiert hat, stürmt eine andere Gruppe junger Mädchen den Raum. Sie haben Karim El-Gawhary durch die Auslage erkannt und schon vorher getroffen. „Wie erreiche ich euch, will er von ihnen wissen, die Facebook verwiegern.“ Starke junge Frauen, lauter direkter als ihr Altersgenossinen mit den Kopftüchern, aber genauso neugierig, so interessiert. Nur zwei Burschen haben sie im Schlepptau, eine Mädchengruppe wie die andere, wie so oft. Neugierig, am Weg ins Leben, uralt mit Mitte 20. All die Mädchen und jungen Frauen mit ihrem feuer, ihre Wärme, ihrer Neugier, mit ihren Freundinnen. War ich je eine von ihnen?

katiza - 15. Sep, 14:38
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