Mutternacht
Frühlingsrausch. Die Luft lauwarm und die Menschen streunen in der Stadt. Es duftet nach Leben und Lust. Die Frauen tragen leichte Kleider, die Männer hungrige Blicke. Und überall ist Sehnsucht. Juliette Greco singt vom Himmel über Paris und genauso fühlt es sich auch an.
Tanzen war ich und Trinken an diesem Muttertagswochenende. Ich, die Kinderlose, habe mit dem Erstgeborenen die Mutternacht gefeiert. Er hat mich mit zur Arbeit genommen. Ganz allein saß ich hinter ihm neben den Schallplatten und sah zu. Sah, wie die Musik langsam von den Menschen Besitz ergriff, wie sie erst den Rhythmus mit den Fingern nachklopften bevor sich ihre Schultern und Hüften mehr und mehr bewegten. Sogar der Koch am Buffet gegenüber konnte nicht anders als rhythmisch zu rühren. Und dann sah man den Soul auch in ihren Gesichtern. Schöne Frauen sah ich einsam tanzen und gern wär ich ein Mann gewesen in dieser Nacht. Eine Barbie in zartem Fliederfähnchen mit High Heels und schwingendem Becken. Ein mächtiger Mann im weißen Anzug, rauchend und ungerührt vom Balztanz der Schönen. Ein junger Wilder mit vier Mädchen, wilder Faun im Mittelpunkte. Mit einer beginnt er das Spiel, mit ihrer Freundin vollendet er den Tanz. Wenn es mich nicht mehr an meinem Platz hinter den Plattenspielern hielt, tanzte ich mit den Frauen und für den Erstgeborenen. Frühlingsrausch.
Und reden bis die Vögel singen.
Ich kann mich nicht sattleben!

Tanzen war ich und Trinken an diesem Muttertagswochenende. Ich, die Kinderlose, habe mit dem Erstgeborenen die Mutternacht gefeiert. Er hat mich mit zur Arbeit genommen. Ganz allein saß ich hinter ihm neben den Schallplatten und sah zu. Sah, wie die Musik langsam von den Menschen Besitz ergriff, wie sie erst den Rhythmus mit den Fingern nachklopften bevor sich ihre Schultern und Hüften mehr und mehr bewegten. Sogar der Koch am Buffet gegenüber konnte nicht anders als rhythmisch zu rühren. Und dann sah man den Soul auch in ihren Gesichtern. Schöne Frauen sah ich einsam tanzen und gern wär ich ein Mann gewesen in dieser Nacht. Eine Barbie in zartem Fliederfähnchen mit High Heels und schwingendem Becken. Ein mächtiger Mann im weißen Anzug, rauchend und ungerührt vom Balztanz der Schönen. Ein junger Wilder mit vier Mädchen, wilder Faun im Mittelpunkte. Mit einer beginnt er das Spiel, mit ihrer Freundin vollendet er den Tanz. Wenn es mich nicht mehr an meinem Platz hinter den Plattenspielern hielt, tanzte ich mit den Frauen und für den Erstgeborenen. Frühlingsrausch.
Und reden bis die Vögel singen.
Ich kann mich nicht sattleben!

katiza - 11. Mai, 15:51
6 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
665 mal erzählt
walhalladada - 11. Mai, 20:31
Bewahren Sie sie sich, liebe Katiza ;-)
katiza - 12. Mai, 11:03
Ich bemüh mich nach dem Motto:
yonosequepasara - 18. Mai, 20:33
Ich mag dieses "Ich kann mich nicht sattleben!"
Soviel Freude, Energie, Lebenshunger!
Wobei bewahren vielleicht nicht ganz das Richtige ist. Vielleicht eher es immer neu erleben...
PS: Wahrscheinlich glaubt dem Erstgeborenen niemand, dass diese Frau dort seine Mutter sein soll...
;-)
Soviel Freude, Energie, Lebenshunger!
Wobei bewahren vielleicht nicht ganz das Richtige ist. Vielleicht eher es immer neu erleben...
PS: Wahrscheinlich glaubt dem Erstgeborenen niemand, dass diese Frau dort seine Mutter sein soll...
;-)
katiza - 19. Mai, 06:09
Das soll um Himmels Willen auch niemand, schließlich bin ich ja sogar ein wenig jünger als er....
yonosequepasara - 19. Mai, 07:25
Ahhh....
Tschuldigung.
:-)
Tschuldigung.
:-)
Anousch O. - 19. Mai, 17:34
"Ich kann mich nicht sattleben!" ist wie ein Schuss ins Herz. Aber der Satz davor leitet das ganz sacht ein.
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