27
Feb
2008

Ge-Buch-t

Ich habe mir beim geschätzten Herrn Dr. Schein-bar ein Stöckchen eingefangen:

1. Nimm das nächste Buch in deiner Nähe mit mindestens 123 Seiten.
2. Schlage Seite 123 auf.
3. Suche den fünften Satz auf der Seite.
4. Poste die nächsten drei Sätze.
5. Wirf das Stöckchen an fünf Blogger weiter.

Nun denn:

Zu seinem großen Erstaunen war seiner Mutter dieses "Geständnis" nicht peinlich, sondern es schien sie zu erleichtern. Natürlich war Markus durch dieses neue Wissen sehr aufgewühlt. Doch er wirkte stabiler und sicherer als zuvor, und er selbst fühlte sich sehr gekräftigt.

Ich halt es mit den anderen - greife zu, wer will....
1208 mal erzählt

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http://katiza.twoday.net/stories/4740612/modTrackback

walhalladada - 27. Feb, 18:46

Danke! Verraten Sie uns noch den Autor?

katiza - 27. Feb, 19:44

Versuchen Sie Ihr Klick....
diefrogg - 27. Feb, 19:30

Oh, das...

werde ich packen! Ich habe ein wunderbares Buch dafür hier liegen. Aber erst morgen! Übrigens: Da ich lange nichts von Ihnen gehört habe, fürchte ich, dass Sie Anstoss an meiner Nachricht genommen haben. Hoffentlich irre ich mich. Sonst beklagen Sie sich bitte! Herzlich diefrogg

katiza - 27. Feb, 19:45

Frau frogg,
natürlich hab ich keinen Anstoss an Ihrer Nachricht genommen - ganz im Gegenteil, sie hat mich gefreut - und noch mehr freu ich mich, wenn Sie das Stöckchen auflesen....morgen.
syro0 - 28. Feb, 01:05

da ich nicht anders konnte, als das buch zu nehmen, das ca. 25 cm von meinem ellbogen entfernt lag, lautet das ergebnis wie folgt:

"Risultò che la fascinatrice aveva fascinato due anime: in due direzioni disgiunte. Le donnette, anzi, dicevano che l'aveva stregati tutt'e due: e ciavevano presi li nummeri. La sua procace bellezza, la sua salute, de diavola de corallo dentro de quela pelle d'avoria, i suoi occhi! davvero c'era da crede che avessero ipnotizzato marito e moje: "queli modi prepotenti", quell'aria un po' de campagna, che rivelavano, però, "un gran core sincero" (Pettacchioni) o, com'ebbe a dire sorridendo e corrugando a un tempo le ciglia nel tic professionale il dottor Ghianda, "una pubertà fascinosa"." [C.E.Gadda: Quer pasticciaccio brutto de via Merulana. Milano: Garzanti 2000]

zu viele satzzeichen, für mein gefühl.

("Stellt sich heraus, daß die Faszinierende zwei Seelen fasziniert hatte, in zwei grundverschiedene Richtungen. Die Damen freilich sagten, daß sie beide verhext hatte: und die haben eine Nummer gezogen. Ihre aufreizende Schönheit, ihre Gesundheit - korallenrote Teufelin unter der Haut aus Hafer - ihre Augen! wirklich, die müssen Ehemann und Ehefrau hypnotisiert haben: "diese präpotente Art", ihre ein bißl bäurische Ausstrahlung, die doch "ein großes ehrliches Herz" verrät (Pettacchioni) oder, wie der Doktor Ghianda, lächelnd und seinem professionellen Tic entsprechend die Braue hochziehend gemeint hätte - "eine faszinierende Pubertät". -- meine übersetzung; die umgangssprachlichen wendungen entsprechen dem original).

katiza - 28. Feb, 07:44

Oh, grazie per la compagnia - interessanter Text und einen noch interessanteren überaus polyglotten Blog betreiben Sie!
twoblogs - 28. Feb, 10:15

Liebe Katiza, ich war schon immer ein unfolgsames Mädchen. Daher lass ich mir kein Stöckchen zuwerfen. Ich greife aber gern Ihr Zitat auf. Denn es ist ja nicht so, dass ich für zufällige Impulse nichts übrig hätte:

Variation, nur ein Anfang

Zu ihrem grossen Erstaunen war ihrem Vater dieses „Geständnis“ nicht peinlich, es schien ihn zu erleichtern. Natürlich war Audrey durch dieses neue Wissen sehr aufgewühlt. Doch sie wirkte stabiler und sicherer als zu zuvor, und sie fühlte sich sehr gekräftigt. Daher war es ihr im Moment zu ihrem Erstaunen nicht so wichtig, ob sie einen Stiefbruder hatte oder nicht. Egal war ihr, ob ihr Vater fremdgegangen war oder ob es die Mutter gewesen war. Darüber wollte er ihr nichts sagen. Er sagte nur: Frag sie selbst. Du wirst schon herausfinden, wer von uns beiden lügt. Audrey war die Zeit, wo Mutter und Vater weggewesen waren, noch gut in Erinnerung. Der Vater angeblich in der Firma bis Mitternacht; die Mutter zum „Ausspannen“ in diversen Lokalen. Anfangs wollte der Vater Audrey dabei haben, wenn er die Mutter suchte; später ging er allein und kam manchmal mit ihr erst nach Stunden zurück; manchmal erschien er ohne sie, und Audrey fand ihre Mutter erst vor, wenn sie von der Schule heimkehrte, mit zerrauften Haaren, in schmutzigen oder auch zerrissenen Kleidern, auf dem Sofa in der Küche, manchmal auch zwischen den Ehebetten am Boden schlafend...

books and more - 28. Feb, 10:32

Seltsam, liebe Blox - angeregt durch Frau Katizas eigenen Fund habe ich heute morgen selbst ein wenig in Familiengeheimnissen gekramt. Wie es wohl genau gewesen sein mag, als Kind? Wie man sich wohl (über das noch Erinnerte hinaus) genau gefühlt hat? [Und wie sich meine Kinder jetzt wohl selbst wahrnehmen? Wie das wohl ist?] Und später: Was man gesucht hat und immer wieder gefunden für eine Zeit - oder nicht? Was das genau war? Und was man weiter sucht?
katiza - 28. Feb, 11:25

Vielen Dank für den Aufgriff, liebe Audrii, und auch für das Kramen, lieber B&M - vielleicht haben Sie ja beide Lust noch ein wenig weiter zu forschen - im Sinne von "Ach wie gut, dass ich es weiß": Welche Märchen, Geschichten, Lieder, gedichte oder Filem haben Euch als Kinder berührt?
books and more - 28. Feb, 11:38

Werde ich tun, liebe Katiza. Dieses Wochenende bei Fräulein T., da ist die Seelenerforschung nämlich inklusive. Da ist die so begnadet wie gnadenlos... Nein, das ist ein wenig gescherzt. Vielmehr: "Ach wie gut, ach wie gut ..."
twoblogs - 1. Mrz, 20:55

Liebe Katiza, lieber Bux – Kindheit, ein weites Feld. Eng wiederum, wenn Sie gegen Blockaden ankämpfen müssen.
Sind die Geheimnisse erfunden? Sind es aufgedonnerte Halbwahrheiten?
Schön, wenn es möglich wäre, sich schrittweise in die Gefühls- und Gedankenwelten von damals zurückzutasten. Es gibt ja Fotos – für mich sehr wichtige Anhaltspunkte, wenn Erinnerungsleere eintritt.
Und dazu das Grundgefühl, das sich aus dieser „sprachlosen“ Zeit ableitet. Das betrifft auch die Jahre danach, bis zum Ende der Grundschule.
Bei Ihnen auch, Katiza?
Und wie es es bei Ihnen, BuM? Audrii
PS: Ohne Quellen keine genaue Rekonstruktion. Brauchbar wären da neben der Fotos zum Beispiel Schulhefte, alles, was auf Erlebnisse hinweist.

katiza - 3. Mrz, 07:06

Liebe Audrii,

es ist möglich - und auch ohne Fotos. Ich habe das beim Naikan erlebt. Richtig geleitet , ohne Ablenkung, Schritt für Schritt bis in die ganz frühe Zeit. Ich habe meine Geburt wieder erlebt und habe eine verhasste Windelhose gesehen, von der es keine Bilder gibt und noch viel mehr. Ich hab Ordnung in mein Zimmer gebracht und mach das regelmäßig - und immer wieder finde ich noch altes Spielzeug in mancher dunklen Ecke, vergessene Menschen tauchen auf, Kinderlieder erklingen. Nichts ist vergessen.
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